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Was ist (Dir) wichtig?

21. - 26. may 2012 / Alzey, Germany
in cooperation with state art gymnasium



Hintergrund
Was ist (Dir) wichtig? Ist es das, was wirklich zählt? Zu jeder Zeit unseres Lebens stehen wir ständigen Wechseln und Veränderungen gegenüber. Wir reisen, entwickeln uns, lieben und studieren, wir kommen uns näher und trennen uns im gleichen Atemzug. Kurz, wir leben in unbeständigen, beweglichen Zeiten und müssen uns selbst und den Menschen um uns herum die immer währende Fragen stellen: „Was ist wirklich wichtig, was ist was am Ende zählt?“. Ist es diese oder jene Entscheidung, folge ich gerade dem richtigen Weg oder liege ich völlig falsch? Manchmal scheint es, als existiere alles gleichzeitig, nur eben in unterschiedlichen Zuständen. Kommend von ganz unterschiedlichen, individuellen Erfahrungen sind es vor allem unsere Erwartungshaltungen die uns definieren. Doch meine Wahrnehmung von der Welt muss nicht zwangsläufig deine sein, sowie auch deine Meinung nicht immer meinen Standpunkt vertreten kann. Genau in diesen Überschneidungen beginnt eine intensive und spannende Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und der Wirklichkeit der Anderen.

Performance Kunst eignet sich besonders gut, um sich solchen Fragen künstlerisch zu nähern. Sie kreiert flüchtige Bilder, die nur für sehr kurze Zeit bestehen und dann wieder verschwinden. Diese performativen Bilder können sich den unbeständigen, beweglichen Zeiten nähern und Versuche Standpunkte zu definieren. Mit dem Medium Performance Art zu arbeiten heißt für sich selbst zu definieren und zu entscheiden was einem wichtig ist und das mit den Anderen, dem Publikum, zu teilen. Während des Workshops werden wir anhand von materiellen und körperlichen Auseinandersetzungen zuerst die eigenen Grenzen und Positionen ausloten. Und auch hier sind es dann vor allem die plötzlichen Überschneidungen mit anderen Meinungen, Interessen oder auch Ideen, die uns letztendlich an einen Punkt bringen, an dem wir nicht nur unsere eigenen Ansichten stärker und klarer formulieren können, sondern auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer gemeinsamen Formulierung mit den Menschen um uns herum finden. Das Ziel wird es somit sein, eine eigene künstlerische Bildsprache zu finden und sich mit ersten performativen Arbeiten der Frage - Nach dem was wirklich wichtig ist? – zu nähern und deren künstlerische Übersetzung weiter zugeben.

photos: matthias pick