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Ohne Titel
Florian Bölike & Christoph Kugler [DE] / 30 min

In Gesprächen mit anderen Workshopteilnehmern und den Workshopleitern sind wir zu unserem Thema gekommen. Uns ging es darum Gefühle in einer Gruppe zu erzeugen, welche so im Alltag des „Publikums“ sehr wahrscheinlich nicht entstehen. Es war uns wichtig aus den Augenzeugen Beteiligte zu machen.

Die Räumlichkeiten in der alten Mälzerei haben uns dazu bewegt den Plan in die Tat umzusetzen. Sie waren bestens geeignet. Somit hatten wir schon die „Beschuldigten“,
„die Straftat“ und den „Tatort“, das Motiv für die Tat wurde bereits beschrieben. Die „Tatzeit“ ergab sich aus dem Tagesablauf.

Faktisch versuchten wir die Beteiligten in eine Schachtsituation zu bringen. Wir haben alle zusammen als eine Crew eingeschworen, versahen sie mit einem Zeichen, zogen ihnen Handschuhe an und vermummten sie. Durch das Vermummen, das Markieren und die Handschuhe stellten wir alle gleich. Jeder musste sich integrieren.

Unser Setting bestand aus Holzlatten, aus einem Gerüst auf dem ein Beamer platziert war und aus zwei gespannten Papierflächen. Im Zentrum hing ein Rucksack mit Dosen an einem Seil, als Gegengewicht nutzen wir einen Beutel mit Gleisschotter.

Nachdem wir alle vermummt hatten führten wir die Gruppe in das Zentrum des Settings und stellen alle geordnet auf. Im Anschluss besprühten wir die Panelflächen und zogen die Gruppe mit einem Seil zusammen. Beleuchtet wurde der dunkle Raum vom Beamer über den eine U-Bahn Schachtdurchfahrt abgespielt wurde, welche wir in Zeitlupe zeigten. Der Ton der Durchfahrt war ebenso verzerrt wie die Bilder.

Wir lösten die gebundene Gruppe und die Situation schlagartig auf, die Beteiligten befreiten sich aus dem „Bann“ und verließen zügig den Tatort.