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shift

11. - 20. February 2012 / Dresden, Germany
in cooperation with Theater junge Generation



teilnehmer
Charlotte Kaiser [de]
Clemens Böhnstedt [de]
Eric Christopher Straube [de]
Holdine Wolter [de]
Cynthia Hösterey [de]
Maria Lemke [de]
Anna Wilhelm [ua/de]
Meike- Paula Thar [de]
Roman Gempel [ua/de]

photos: matthias pick

PERFORMANCE MACHT GLÜCKLICH! PERFORMANCE IST STARK! Ein Text von Dr. Ines Seumel (Institut für Kunstpädagogik, Leipzig)

Shift - die Veränderung - bezeichnet eine Zeit des Übergangs, wie der Wechsel vom Kind in den Erwachsenen, vom Leben in den Tod. Der Tod, wie auch die Jugend, stellt eine Zeit größter Ungewissheit dar. Alles verändert sich, ist nicht mehr wieder zu erkennen. Möglicherweise verliert man innerhalb kürzester Zeit jeglichen Bezug zu dem, was man gerade noch war. Solche Zeiten bezeichnetman als liminal, als Zeiten, in denen potentiell einfach alles möglich ist.
Den einen Zustand - das Kindsein oder eben das Leben - schon halb verlassen und doch noch nicht ganz im neuen Zustand - dem Erwachsenensein oder dem Leben nach dem Tod - angekommen. Es kommt zu vielen Veränderungen in Gestalt, Form und Struktur, es kommt zu Transformationen. Kommt die Jugend vor dem Tod oder der Tod vor der Jugend? Manchmal scheint es, als existiere alles gleichzeitig, nur eben in unterschiedlichen Zuständen.
Gerade die Performance Kunst eignet sich besonders gut, um sich solchen Fragen künstlerisch zu nähern. Sie kreiert flüchtige Bilder, die vielleicht nur für sehr kurze Zeit bestehen und dann wieder verschwinden. Mit dem Medium Performance Art zu arbeiten heißt somit Aneignung und Umdeutung und kann als die radikalste Form der Selbsterfahrung und -bestimmung
gesehen werden. Es ist vor allem der eigene Körper, der dabei zum Mittel und Werkzeug wird. Auch die Verwendung ungewöhnlicher Materialien, ungewöhnlicher Orte, zeitlicher Dauer oder absurder Elemente erzeugt eine Vielfalt von Möglichkeiten kreativ mit ungewissen Zeiten umzugehen. Jeder Teilnehmer soll vor allem seinen eigenen individuellen bildnerischen Ausdruck finden und erste Performances zeigen.

Die Performance-Art-Werkstatt »shift« findet vom 11.-20. Februar 2012 in den Räumen der tjg. theaterakademie statt. Die Jugendlichen arbeiten ganztägig und schließen das Projekt mit einer öffentlichen Präsentation am 19. Februar um 18.00 Uhr auf dem »Theater auf der Treppe« des tjg. ab.
Veranstaltet wird diese Werkstatt in Kooperation mit dem europäischen Netzwerk »PAS | Performance Art Studies«, das sich seit 2006 rund um den Künstler BBB Johannes Deimling gebildet hat. Damit begründen die tjg. theaterakademie und PAS eine dauerhafte Kooperation im Bereich »PASyouth«, der Performancearbeitmit Jugendlichen ab 13 Jahren.
DieWerkstatt wird geleitet von BBB Johannes Deimling und Marcel Sparmann.