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Der Tisch ist gedeckt.
Marit van der Woude / 10 Minuten

Handlungsbeschreibung: Es wird langsam Nacht. Ein ruinenartiger, nach oben offener Raum mit großen Fenstern ist beleuchtet. Lange Schatten fallen auf den Rasen.
Ich stehe am beleuchteten Fenster und empfange meine Gäste mit Sekt und „Häppchen“.
Jeder wird persönlich begrüßt und betritt den festlich beleuchteten Raum, um auf Stühlen in einer Reihe Platz zu nehmen. Jeder soll es so bequem wie möglich haben.
In der Mitte des Raumes liegt eine weiße quadratische Tischdecke auf dem Boden. Angeordnet in jeder Ecke, stehen vier Paar verschiedene Schuhe. Alle vier sind miteinander verknotet.
Ich betrete den Raum, stelle mich parallel zu den Schuhen auf, blicke in Richtung der Wand, verharre einen Moment, und beginne: Auf einem Paar Schuhe bleibe ich stehen, ein anderes Paar ziehe ich an. Ich entwirre die Schnüre und stehe in der Mitte. Jetzt ziehe ich mein Paar Schuhe an, ein anderes binde ich mir an die Beine, in wieder ein anderes steige ich hinein – jetzt trage ich alle Schuhe an meinem Körper hebe die Beine und gehe einige Schritte auf dem weißen Quadrat.
Ich ziehe alle Schuhe bis auf meine eigenen wieder aus und stelle sie in die Ecken des Quadrates zurück. Diesmal in Richtung des Betrachters. Auch ich stehe mit meinen Schuhen in einer Ecke des Quadrates, den Blick auf das Publikum gerichtet.
Ich ziehe meine Schuhe aus, betrachte sie eine Weile und verlasse das weiße Feld.