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Die Suche
Julia Kutschki / 180 Minuten

Handlungsbeschreibung: Ich beginne langsam neben der Brauerei mit nackten Füßen und völlig schwarz gekleidet einen großen Ziegelsteinhaufen zu durchwühlen. Dabei wälze ich die Steine von der einen auf die andere Seite. Kurz danach hole ich mir die bereitstehende kleine Schubkarre um meine Schätze oder auch Erkenntnisse, die ich eventuell bzw. mit großer Wahrscheinlichkeit finden werde zu deponieren und diese mit mir zum nächsten Ort der Suche zu nehmen. Tatsächlich finde ich in dem Steinhaufen zwei Dinge: einen Stein mit einem großen K darauf als Initiale meines Nachnamens und eine 8, welche meine Lieblingszahl ist. Nachdem ich eine Steinmauer zum Schutz errichtet habe, begebe ich mich an den zweiten Ort meiner Suche. Dort beginne ich ein langgezogenes Bild aus sich dort befindlichen bunten und vielfältigen Scherben zu legen. Nachdem meine Suche auch dort beendet ist gehe ich zum letzten Ort und setze mich in ein großes leeres Plastikfass, welches mich mit Leichtigkeit fassen kann. Dabei sinne ich über meine Suche nach. Ich habe bemerkt, dass sie langwierig sein kann und man vorher nie weiß, was man eigentlich sucht. Oder es ist so, dass man sich darüber im Klaren ist, was man sucht, man aber später bemerkt, dass man etwas ganz unerwartetes findet, was einem jedoch trotz allem glücklich machen kann. Das Wichtigste ist jedoch, seine Suche niemals aufzugeben.
Zum Schluss wurde ich aus dem dunklen Brauereiraum von den anderen hinaus in das pralle Sonnenlicht getragen. Dabei durchflutete mich ein wunderbares Gefühl der Vertrautheit und der Wärme. Marie-Luise reichte mir schließlich ihre Hand und meine Performance war beendet.